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Wärmepumpen im Neubau einfach erklärt: Welche Systeme wirklich sinnvoll sind.


Was unterscheidet die Systeme? Und wo liegen die Vorteile im Alltag?Gemeinsam mit Carsten Bell von der Wärmetechnik Bell & Rost GmbH haben wir uns diese Fragen genauer angesehen und die wichtigsten Punkte einfach zusammengefasst.


Warum Wärmepumpen im Neubau so gut funktionieren


Ein Neubau bringt ideale Voraussetzungen mit: gute Dämmung, moderne Fenster und meist eine Fußbodenheizung. Wärmepumpen müssen dadurch weniger Energie aufwenden, um das Haus zu beheizen. Das macht die Technik besonders effizient und senkt langfristig die Heizkosten.


Damit Bauherren besser einschätzen können, welches System zu ihrem neuen Zuhause passt, erklären wir die vier gängigsten Varianten.


1. Luft-Luft-Wärmepumpe


Diese Art der Wärmepumpe findet man häufig in Fertighäusern oder Häusern in Holzfertigbauweise. Der Grund: Hier ist ohnehin eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorgesehen – und genau daran knüpft die Luft-Luft-Wärmepumpe an.

Sie nutzt die warme Abluft aus dem Haus und gewinnt daraus Energie für die Heizung. Gleichzeitig wird frische Luft ins Haus geführt. Man hat also Heizen und Lüften in einem System.

Ein großer Vorteil, der viele Bauherren überrascht:In vielen Fällen kann eine Luft-Luft-Wärmepumpe das Haus auch kühlen. Gerade in modernen, sehr gut gedämmten Häusern ist das ein echter Komfortgewinn.

Wichtig ist jedoch: Das System eignet sich vor allem für Häuser mit sehr guter Dämmung und dichtem Aufbau – und das ist bei Fertighäusern meistens gegeben.

2. Luft-Wasser-Wärmepumpe


Das ist die Wärmepumpe, die man am häufigsten im Neubau sieht. Sie nutzt die Außenluft, um Wasser zu erwärmen, das dann durch die Fußbodenheizung oder die Heizkörper läuft.

Vorteile:


  • einfach zu installieren

  • vergleichsweise günstiger als andere Systeme

  • ideal für Neubauten mit Fußbodenheizung


Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe funktioniert das ganze Jahr über zuverlässig. Die meisten Anlagen können im Sommer sogar leichten Kühlbetrieb anbieten, je nachdem, ob die Hausinstallation dafür ausgelegt ist.


3. Wasser-Wasser-Wärmepumpe


Hier wird die Energie aus Grundwasser gewonnen. Da Grundwasser über das ganze Jahr hinweg eine konstante Temperatur hat, arbeitet dieses System sehr effizient.

Dafür braucht man aber:


  • Zugang zu ausreichend Grundwasser

  • Genehmigungen

  • zwei Brunnen (Saug- und Schluckbrunnen)


Für manche Grundstücke ist das eine sehr gute Lösung, für andere nicht umsetzbar. Aus diesem Grund wird diese Art von Wärmepumpe nicht in jedem Neubau eingesetzt, kann aber energetisch Spitzenwerte liefern.


4. Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme)


Diese Variante nutzt die Energie aus dem Erdreich. Das funktioniert entweder über Erdsonden, die tief ins Erdreich gebohrt werden, oder über Flachkollektoren im Garten.


Vorteile:

  • sehr hohe Effizienz

  • stabile Wärmequelle

  • besonders langlebig


Nachteil:

  • die Installation ist aufwendiger

  • Erdarbeiten oder Bohrungen sind notwendig


Gerade für Bauherren, die langfristig eine sehr ruhige und stabile Lösung möchten, ist Erdenergie eine starke Option – wenn das Grundstück und das Budget es zulassen.


Welche Wärmepumpe passt zu welchem Haus?


Das hängt von mehreren Faktoren ab: Bauweise, Grundstück, Budget und persönlichem Anspruch.Carsten Bell erklärt es immer sehr klar: Man muss erst das Haus verstehen – und dann die Technik auswählen, die am besten dazu passt.

Fertighäuser haben andere Voraussetzungen als massive Häuser, und eine Lüftungsanlage spielt bei manchen Systemen eine direkte Rolle. Auch die Frage, ob man kühlen möchte, kann die Entscheidung beeinflussen.


Fazit


Wärmepumpen sind im Neubau heute die sinnvollste und effizienteste Form der Wärmeerzeugung. Wichtig ist, dass man das passende System auswählt und die Anlage richtig auf das Haus abstimmt. Wer sich dabei von erfahrenen Fachleuten begleiten lässt, bekommt eine Lösung, die lange zuverlässig läuft und beim Energieverbrauch überzeugt.


Hör doch in unsere Podcastfolge Nummer 50 und höre was Carsten Bell von Bell Wärmetechnik dazu zu sagen hat.


Carsten findest du hier: https://heizung-kamine.de/

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